Vom Schweigen und Hören

Wind rauscht um mich, als ich aus dem Auto steige. Die Nachwehen des Sturmtiefs Sabine zeigen hier oben auf dem Schwanberg noch deutlich ihre Ausläufer. Ich kämpfe gegen den Wind an und finde mich kurze Zeit später im Eingangsbereich der St. Michaelskirche.

Leerer Stuhl in einer Sakristei mit Ikonen im Hintergrund

Martinos Petzolt

„Wir müssen noch den Reifendruck prüfen gehen“, begrüßt mich der griechisch-orthodoxe Priester und 5-fache Vater und steigt in den dunkelroten Ford Fiesta. Fast 400 Kilometer werden wir heute fahren. Für Erzpriester Martinos Alltag; wenn er nicht gerade in Griechenland unterwegs ist. Seine Gemeinde erstreckt sich von Würzburg bis Schwäbisch Hall.

Mönch Pater Meinrad Dufner steht lachend in der Tür seines Ateliers

Meinrad Dufner OSB

„Bilder müssen sterben“, sagt Pater Meinrad Dufner, während er energisch mit den Füßen auf den Boden stampft. „Es geht nicht um das schöne Bild, es geht um den inneren Weg. Es ist ein Prozess vom Suchen und Finden“, fährt er bedächtig fort.

Profane Gedanken

Profane Gedanken

Profan. Irgendwie so ein leeres Wort, abwertend. Erinnert mich an Fan. Vielleicht „für“ einen Fan sein, aus dem Lateinischen „pro“ Fan? Nein, auch nicht so wirklich. Leer, abweisend und doch zu-gleich bedeutungsschwanger. Doch mit was genau? Irgendwie ist alles profan; zumindest scheint es so. Blume, Bett, Teekanne, Klo

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